Rechtsgrundlage:
Richtlinie des Landes Hessen zur Förderung der ländlichen Entwicklung

Wichtig:
Es besteht kein Rechtsanspruch auf Förderung!

Förderung nur in den anerkannten Fördergebieten und nach den gestalterischen Vorgaben des städtebaulichen Fachbeitrages.

Mit der Maßnahme darf nicht begonnen werden bevor ein schriftlicher Bewilligungsbescheid vorliegt.

Ziele:
Förderung von Investitionen im Rahmen kommunaler Entwicklungskonzepte zur Erhaltung des ländlichen Raumes als attraktivem Lebensraum, zur aktiven Gestaltung des demographischen und strukturellen Wandels und zur Mobilisierung von sozialen, kulturellen und wirtschaftlichen Potentialen.

Zukunftsfähige Aufstellung in Handlungsfeldern wie z. B. Infrastruktur, Versorgung, Mobilität und bürgerschaftlichem Engagement.

Zentrale Funktionen sollen gestärkt und eine zukunftsfähige Wohn- und Lebensqualität erhalten bzw. geschaffen werden. Der dörfliche Charakter soll erhalten und gestaltet werden.

Die Innenentwicklung soll gestärkt, der Flächenverbrauch verringert und die Energieeffizienz gesteigert werden.

 

Was wird gefördert?

Umnutzung, Sanierung und Neubau im Ortskern:
Investitionen in die Umnutzung, Sanierung, Erweiterung und für den Neubau von Gebäuden im Ortskern auf Grundlage der ortstypischen Bauweise. Gefördert wer-den vorrangig umfassende und energieeffiziente Maß-nahmen an Gebäuden und Gebäudeteilen.

Städtebaulich verträglicher Rückbau:
Investitionen in einen städtebaulich verträglichen Rückbau von Gebäuden und Grundstücken im Ortskern. Unter Rückbau ist der Abriss nicht mehr sanierungs- oder umnutzungsfähiger baulicher Anlagen, der Rückbau überdimensionierter nicht ausgelasteter Infrastruktur sowie die gezielte Entsiegelung von Flächen zu verstehen.

Maßnahmen zur Erhaltung des Ortsbildes z. B. Mauern, Treppen, Brücken, Brunnen und Backhäuser.

Freiflächen und Ortsbild:
Investitionen in die Schaffung, Verbesserung oder Ausdehnung von kleinen Infrastrukturen (Freiflächen) sowie Ausgaben zur Erhaltung des kulturellen und natürlichen Erbes (Ortsbild).

Zu den Freiflächen zählen z. B. innerörtliche Freizeiteinrichtungen, Gewässer und Biotope, Fußwege, öffentliche Freiflächen, grünordnerische Maßnahmen im Ortskern.

Planungen und Dienstleistungen:
z. B. Fachplanungen, Beratungen, Moderationsprozesse, Infoveranstaltungen, Publikationen, Schulungen für bürgerschaftliche Initiativen.

Lokale Basisinfrastruktur und öffentliche Daseinsvorsorge:
Kommunale Investitionen in die lokale Basisinfrastruktur und Vorhaben der öffentlichen Daseinsvorsorge ehren-amtlicher und bürgerschaftlicher Initiativen zur Sicherung der Zukunftsfähigkeit und zur nachhaltigen Sicherung der Siedlungs- und Baustruktur der Ortskerne.

 

Wie hoch ist die Förderung?

Für Private:
Die Zuwendung beträgt 35 % der Nettokosten (max. 45.000 €) pro Gebäude.

Gefördert werden nur die Nettokosten.
Die Mehrwertsteuer ist nicht förderfähig.
Keine Förderung von Eigenleistung.

Untergrenze:
Zuwendungen werden nur bewilligt, wenn die zuwendungsfähigen Ausgaben im Einzelfall mindestens 10.000 € netto betragen.

Für nicht investive Projekten (z. B. Planungen) liegt die Untergrenze bei 1.500 € netto.

 

Wie funktioniert das Förderverfahren?

  1. Kostenlose Beratung
    vor Beginn der Maßnahme durch die Architektin Monika Heger.
  2. Einholung von Kostenangeboten
    (3 Vergleichsangebote für jeden Auftrag über
    7.500 € netto) ggf. Baugenehmigung, Denkmalschutzrechtliche Genehmigung.
  3. Antragstellung
    beim Landrat des Schwalm-Eder-Kreises
    (Anschrift siehe unter Ansprechpartner).
  4. Ortstermin
    mit der/dem Ansprechpartner/in der Bewilligungsstelle beim Landrat des Schwalm-Eder-Kreises und Besichtigung des/der geplanten Vorhaben.
  5. Antragsprüfung/Priorisierung
    durch die AG Dorf- und Regionalentwicklung beim Schwalm-Eder-Kreis.
  6. Förderzusage (Bewilligungsbescheid).
  7. Auftragsvergabe und Durchführung
    durch den Antragsteller.
  8. Verwendungsnachweis
    Alle Rechnungsbelege der Maßnahme sammeln und nach Fertigstellung mit dem Formular „Auszahlungsantrag und Verwendungsnachweis“ zur Abrechnung bei der AG Dorf- und Regionalentwicklung vorlegen. Dabei unbedingt die Fristen im Bewilligungsbescheid beachten!
  9. Auszahlung der Fördermittel.

 

Ihre Ansprechpartner

Bewilligungsstelle / Antragstellung

Landrat des Schwalm-Eder-Kreises
Fachbereich 80 - Wirtschaftsförderung
80.3 Entwicklungsplanung,
Dorf- und Regionalentwicklung
Parkstraße 6
34576 Homberg (Efze)

Kommunale Maßnahmen
Martina Lange-Heinmüller
Tel.: 05681 775-820
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Private Maßnahmen
Ute Heppe
Tel.: 05681 775-473
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Beratungsbüro
Architektin Monika Heger
Fritzlarer Straße 5
34632 Jesberg
Tel.: 06695 911 960
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Ansprechpartner bei derGemeinde Frielendorf
Karl-Wilhelm Feger
Ziegenhainer Straße 2
34621 Frielendorf
Tel.: 05684 9999-26
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Flyer mit den Informationen als PDF zum Herunterladen